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Als erstes gab es diese Idee. Es ist etwas schwierig zu beschreiben: wir haben einen Abhang im Garten, ziemlich steil, ca. 2 Meter hoch. Dieser wird auf der einen Seite durch eine weitaus weniger steile Schräge begrenzt, auf der anderen Seite ist er abfallend, bis er Gartenniveau erreicht. Breite insgesamt ca. 10 Meter. An dieser Stelle wollen wir eine kleine Sonnenterrasse anlegen. Um herabrutschende Erde aufzuhalten, haben wir uns entschlossen, eine kleine Mauer zu bauen. Dahinter kann der Hang dann - zum Teil terrassiert - bepflanzt werden.

Die Kosten halten sich in Grenzen, da ich größtenteils vorhandene und gefundene Steine verwendet habe. Somit war die Anschaffung auf Beton und Mörtel sowie ein paar zusätzliche Steine begrenzt.

Natürlich haben wir uns Gedanken gemacht zur Festigkeit der Mauer, zu Erddruck und Drainage. Hierzu haben wir uns mit einem Landschaftsgärtner beraten. Bei einer Tiefe von 20-25 cm durch den "Hinterbau" mit zusätzlichen Steinen bestehen bei einer maximal erreichten Höhe von ca. 100 cm keine Bedenken. Außerdem sind im Hang Granitsteine, teilweise mit einem Gewicht von mehr als 250 kg versteckt. Durch das (spätere) Bepflanzen wird auch zusätzlich durch das Wurzelwerk Halt erreicht. Unter dem Fundament ist für das Abfließen des Wassers gesorgt, da der Hang mit viel kleinen Steinen voll ist - natürlicher Granitschotter. 

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Als erstes musste der Hang gerade abgetragen werden. Hierzu wurde mit Spitzhacke, Spaten und Schaufel gearbeitet. Bis zum Gartenniveau waren es ca. 30 Schubkarren Erde. Der Boden wurde bereits 1 Jahr zuvor durch schweres Gerät - Bagger - verdichtet. Nachdem es kein tragendes Mauerwerk werden sollte, habe ich mich für ein nur 40 cm tiefes Fundament mit 20 cm Breite auf 5 m Länge entschieden. Boden aufgehackt, ausgestochen und weitere Schubkarren Erdreich entsorgt - zum Glück brauche ich das Erdreich an anderer Stelle. Der Graben geht etwa 4 Meter und dann noch einen weiteren Meter um die Ecke.

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In Ermangelung einer Maschine habe ich den Beton von Hand angerührt und Schubkarre für Schubkarre den Graben gefüllt. Insgesamt gingen dabei 600 kg Beton drauf. Das Fundament habe ich 4 Tage in Ruhe gelassen, leider. Eigentlich wollte ich gleich am nächsten Tag loslegen, es hatte aber 3 Tage nur geregnet.

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Natürlich hatte ich mir schon vorher überlegt, welche Steine verwendet werden sollten. Ein paar habe ich noch im Baumarkt meines Vertrauens besorgt, wie die schwarzen Basaltsteine oder die Muschelkalksteine. Den Hauptanteil machen die Granitsteine aus, danach die Ziegel. Einige sehr große Steine - 50 kg aufwärts, habe ich noch zusätzlich auf das Fundament gesetzt.

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Der erste Schritt war, die ganz großen Steine auf das Fundament zu setzen. Dann habe ich links angefangen und die Mauer schrittweise gebaut. Die Mauer neigt sich leicht zum Hang, das dürften aber nur 2-3 % sein. Mir war wichtig, dass die Mauer nicht exakt gerade und akkurat ist, deswegen neigt sich auch die Ecke leicht nach rechts. Eben diese Ecke habe ich mit richtig großen Granitsteinen gebaut, Kantenlänge 12-15 cm, zum Hang hin dann kleinere, nach rechts weg dann ebenfalls kleinere Granitsteine und dann schon kunterbunt. Die "Welle" ergab sich aus dem fast dreieckig geformten Granitstein unten. Die Idee, Weinflaschen einzubauen, kam plötzlich auf und wurde sofort umgesetzt.

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Die Granitkugel oben hatte ich erst nur mit Mörtel versucht - geht aber nicht, ließ sich sehr leicht lösen. Bei 5 kg geht das nicht, also musste ich sie anbohren, 5 cm tief, in die Mauer ebenfalls gebohrt, natürlich erst nach Aushärten am nächsten Tag. Dann mit einer Stahlstange gedübelt neu mit Mörtel an Ort und Stelle gesetzt. Rührt sich nicht mehr.
Hier taucht dann auch das Schlauchstück auf: mit dem Schlauch lassen sich wunderbar die Fugen zwischen den Steinen glattstreichen. :-)
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Ich hatte pro Tag nur Zeit für 1-2 Sack Mörtel, außerdem war der Kreis nicht einfach zu erstellen. Wieder so eine Idee: eine Sandsteinplatte, die wohl mal als Trittstein in einem Garten gedient hatte, aufrecht einzumauern - Dicke nur 3 cm. Diese Platte also an alte Pflastersteine, Knochen, geklebt und dann mit den schwarzen Basaltsteinen umrandet. Da die Mauer nicht sonderlich tief wird, habe ich mit besagten Pflastersteinen von hinten gestützt und aufgefüllt. 

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Den (frostharten!) Blumentopf einzumauern war nicht so schwer, ich habe ihn einfach von unten abgestützt. Danach erst obendrüber gemauert mit weiteren Steinen, unter anderem auch, in schwarz mit kleinem Löwenkopf in der Mitte, ein Stück eines alten Blumenkübels aus Leichtbeton. Unter dem Blumentopf ist der Granittrittstein zu sehen, den ich im Gebüsch gefunden habe.

In die Ecke hatten wir einen Natur-Granitstein gestellt. Ich wusste einen Moment nicht recht weiter, da zerrte meine Tochter einen runden Betonstein an, mit Loch in der Mitte. Den legten wir darauf und die große Granitkugel noch obendrauf. Durchmesser 25 cm, Gewicht ca. 45 kg. Weitere Flaschen eingebaut und oben in die Mauer noch einen quadratischen Pflanztopf.
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Rechts dann wieder mit Granit in den Hang gemauert, in die Mauer noch einen kleinen rechteckigen Pflanztopf gebaut, der wie ein kleiner Balkon herausragt.

Nach dem Aushärten hinten den Hang bearbeitet, Unkraut und Gras entfernt und mit "guter" Erde aufgefüllt. Pflanzen wurden noch gesetzt. Lavendel, Rosmarin, Gräser und vor allem noch weitere kleinwüchsige Tiefwurzler. Links und rechts der Mauer wird mit einigem Abstand noch Pampasgras gepflanzt. Irgendwann kommt dann sicher auch eine Terrasse dahin. Erstmal wird der Boden da noch abgezogen und neuer Rasen gesät.
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Ein paar Wochen später, der Rasen ist gewachsen. Auch im Winter sieht die Mauer gut aus, ebenso ein Jahr später.